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Steuerrecht, Steuerbetrug

Panama Papers: Firmengründer stellen Operationen ein

Nach den Enthüllungen im Jahr 2016 geben die beiden Firmengründer der Skandal-Kanzlei Mossack Fonseca nun die Aufgabe aller Operationen bekannt. Dennoch zeigten sich die beiden, mittlerweile Inhaftierten Anwälte kämpferisch und gehen von einem internationalen Komplott aus.

Kämpferische Stellungnahme

Am 14.03.2018 in Panama-Stadt teilte die Kanzlei mit, sie werde ihre Tätigkeiten zum Ende des Monats aufgeben. Aus Sicht der Firmengründer reagieren sie damit aber nicht direkt auf die Vorwürfe der Geldwäsche und illegalen internationalen Geldgeschäften der Kanzlei. Vielmehr fühlen sie sich an den öffentlichen Pranger gestellt und müssten aufgrund eines Imageverlustes nun die Arbeit der Kanzlei einstellen. Übrig bleiben sollen nur einiger Mitarbeiter, die Anfragen von Behörden und Privaten beantworten. Ansonsten fühlen sich die beiden mittlere inhaftierten Firmengründer im Recht und geben sich in ihrer Stellungahme kämpferisch.

„Weltweiter Cyber-Angriff“

Sie seien „Opfer eines weltweiten Cyber-Angriffes“ geworden, beklagten sie nun in ihrer veröffentlichten Stellungnahme. Der Kanzlei sei durch die Schädigung ihres Rufes, die Medienkampagne, das Abschneiden von Finanzquellen und wegen des irregulären Vorgehens einiger panamaischer Behörden ein „irreparabler Schaden“ entstanden, der nun zur Aufgabe alle Operationen zwinge. „Das internationale Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) hat der Welt auf Basis gestohlener Informationen ein verzerrtes Panorama unserer Dienstleistungen präsentiert“, heißt es in der Mitteilung der Kanzlei.
Von Einsicht und Reue fehlt also jede Spur.

Das Geschäftsmodell mit den Briefkastenfirmen

Das illegale Geschäftsmodell kam 2016 durch einen anonymen Informanten ans Licht der Öffentlichkeit. Dabei war das Vorgehen des deutschen Anwalts Jürgen Mossack und seines panamaischen Partners Ramón Fonseca so einfach wie lukrativ. Für rund 1000 Dollar bekam man eine anonyme Firma. Gegen einen Aufpreis stattete die Kanzlei die Firma mit sogenannten Scheindirektionen aus und verschleierte damit den wahren Inhaber. Das Ergebnis ist eine klassische Briefkastenfirma für alle Art von verschleierten Geldgeschäften.
Die Menge an Informationsmaterial bei den Panama Papers war dabei das größte Leak, mit dem Journalisten je gearbeitet hatten. Eines der größten Skandale im Rahmen von internationalen Geldwäschegeschäften und Steuerbetrug.

Weitere Informationen finde Sie auch unter: https://www.rosepartner.de/briefkastenfirma.html


 

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Eingestellt am: 19.03.2018
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Rechtsanwalt Helge Schubert

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Helge Schubert

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