Fachbeitrag zum Rechtsgebiet Bank- Kapitalmarktrecht von
Rechtsanwalt Carsten Kowalzik

eBay Auktionen: Immer wieder Streit um Ansprüche auf Herausgabe und Schadensersatz

Immer wieder gibt es Streit zwischen den Beteiligten einer eBay Auktion. Hintergrund sind häufig hohe abgegebene Gebote, die zurückgenommen werden. Mitunter bleibt dann jemand scheinbar Höchstbietender, der davon profitiert, dass andere ihr hohes Gebot zurückgenommen haben.

Aber wie ist dabei die Rechtslage? Muss ein Anbietender in solchen Fällen die Ware zähneknirschend doch herausgeben? Muss er widrigenfalls sogar Schadensersatz bezahlen? Es gibt Anwaltskanzleien, die für solche Konstellationen regelmäßig die Anbietenden abmahnen, Herausgabe verlangen, und es häufig sogar, wenn eine Herausgabe abgelehnt wird, es gezielt darauf anlegen, sodann Schadensersatz in Geld zu beanspruchen. Auch der Abbruch der Auktion wird oft zum Anlass genommen, den Anbietenden in Anspruch zu nehmen.

Doch wie ist die Rechtslage? Der Bundesgerichtshof hat sich bereits in mehreren Entscheidungen bestimmte Grundprinzipien aufgestellt, die für eBay Auktionen Geltung haben. So hat der BGH klargestellt, dass ein Vertragsschluss bei eBay Auktionen zivilrechtlich durch Angebot und Annahme zustande kommt. Auch kann ein Abbruch der Auktion tatsächlich mitunter zu Verpflichtungen des Anbietenden führen. Zudem gelten zwar die sog. eBay AGB nicht direkt zwischen den an der Auktion teilnehmenden Parteien; jedoch müssen diese AGB bei der Auslegung der Frage, ob der Anspruchsteller Höchstbietender geworden ist, herangezogen werden.

Und in diesen eBay AGB sind ebenfalls Prinzipien aufgestellt, die durch Links teilweise näher vertieft und ausgestaltet sind. So sind alle Gebote grundsätzlich bindend. Nur in Ausnahmefällen werden Gebotsrücknahmen zugelassen.  Außerdem gilt für Rücknahmen eine zeitliche Begrenzung, die Rücknahmen können also nicht jederzeit oder beliebig erfolgen.

Auch das Problem der sog. Gebotsabschirmung taucht immer wieder auf. Sehr hohe abgegebene Gebote werden zurückgenommen.  Offenbar werden diese allein mit dem Zweck abgegeben, Bieter vom Mitbieten abzuhalten. Doch ist in diesen Fällen ein Abbruch der Auktion möglich? Kommt ein zivilrechtlicher Vertrag zwischen dem nach Rücknahme dann Höchstbietenden zustande?

Sind Sie der Auffassung, Rechte aus ihrem Gebot innezuhaben? Sind Sie Betroffener einer solchen manipulierten Auktion und werden nun anwaltlich oder sogar mit einer Klage in Anspruch genommen? 

Gern stehe ich Ihnen anwaltlich vertrauensvoll und kompetent zur Seite. Auch bundesweit.

zurück
Rechtsanwalt Carsten Kowalzik

Eingestellt am: 15.02.2020 [207]

Rechtsanwalt Carsten Kowalzik
Rechtsanwalt
Carsten Kowalzik

ohne Titel

zum Seitenanfang