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Schleichwerbung bei Pamela Reif?

Ihr folgen rund vier Millionen Follower auf Instagram – nun steht die schöne Blonde wegen dem Vorwurf der Schleichwerbung vor Gericht. Sie soll Werbung in ihren Posts nicht richtig gekennzeichnet haben. Nun geht der Instagram-Star in die Offensive und wehrt sich vor dem Landgericht Karlsruhe gegen die Vorwürfe.

Presserummel um Instagram-Star

Kein alltägliches Bild am Landgericht in Karlsruhe. Presse und viel Blitzlichtgewitter am ersten Tag des Prozesses von Pamela Reif, die sich vor Gericht gegen den Vorwurf der Schleichwerbung wehren will. Sie soll Posts auf ihrem Instagram Account nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet haben. Dies bestreitet Pamela Reif entschieden. Ob tatsächlich Verstöße gegen das Werberecht vorliegen, muss nun das Gericht entscheiden.

Kein einfaches Verfahren, müssen sich Gerichte und Justiz doch immer wieder anhören, sie seien auf die neuen Fragen der Netzthemen nicht richtig vorbereitet und die bestehenden Gesetze nicht auf das Phänomen der Online-Werbung anwendbar. Doch damit will der Vorsitzenden Richter Wesche nun aufräumen. Er ist sichtlich gut auf die Verhandlung vorbereitet, weiß genau wie das Geschäftsmodell auf Instagram funktioniert. Das muss er aber auch, wird jeder Schritt des Verfahrens doch von der Presse beäugt.

Endlich mehr Klarheit im Werberecht?

Influencer und Blogger beschweren sich nicht erst seit der letzten großen Abmahnwelle über zu viel Unklarkeiten bei der Frage der Kennzeichnungspflicht von Online-Werbung. Verfahren, wie das von Pamela Reif, könnten nun Gelegenheit bieten, für mehr Klarheit im Werberecht zu sorgen. Auch gerade deswegen wird der Ausgang des Verfahrens mit Spannung erwartet.

Zwar ist die gesetzliche Grundlage des Werberechtes eigentlich klar, doch mangelt es bisher an der korrekten Umsetzung in der Praxis. Im Gesetz heißt es, dass der „kommerzielle Zweck“ einer „geschäftlichen Handlung“ kenntlich gemacht werden muss. Das ist bei Werbeprospekten noch einfach, wird aber in sozialen Medien schon schwieriger. Die Grenze zu ziehen, zwischen privaten Inhalten zur Meinungsbildung anderer und Inhalten mit werbenden Charakter, wird nun auch die Aufgabe des Richters Wesche sein.

Urteil wird mit Spannung erwartet

Es bleibt ein Verfahren mit besonderer Aktualität. Keine Frage im Wettbewerbsrecht wurde in der Vergangenheit wohl häufiger diskutiert als die der richtigen Kennzeichnung von Werbung in den sozialen Medien. Deshalb scheint es auch nicht ausgeschlossen, dass der Fall Reif noch einige Straßen weiter vor dem Bundesgerichtshof entschieden wird. Bis dahin bleibt aber zunächst abzuwarten, welche Entscheidung das Landgericht fällen wird. Das Urteil wird für Ende März erwartet.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: https://www.rosepartner.de/influencer-werbung-abmahnung.html

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