Fachbeitrag zum Rechtsgebiet Arbeitsrecht von
Rechtsanwalt Michael Rössler

Tätigkeitsbeschreibung in Arbeitszeugnissen

Je nachdem wie lange der Mitarbeiter qualifizierte oder weniger umfangreiche Arbeiten erledigte, desto umfangreicher oder nicht ist die Tätigkeitsbeschreibung.


Ein Zeugnis muss die Tätigkeiten, die ein Arbeitnehmer im Laufe des Ar­ beitsverhältnisses ausgeübt hat, so vollständig und genau beschreiben, dass sich künftige Arbeitgeber ein klares Bild machen können. Unerwähnt dürfen solche Tätigkeiten bleiben, denen bei einer Bewerbung des Arbeitnehmers keine Bedeutung zukommt.
(BAG vom 12.08.1976, 3 AZR 720/75).

Der Arbeitnehmer sollte von sich aus bei seiner Karriereplanung darauf achten, dass Tätigkeiten, auf die er zukünftig seinen Schwerpunkt legen möchte, erwähnt sind.

Zu erwähnen wäre:

Arbeitsplatz
Funktion
Verantwortung
Kompetenzen
Tätigkeitsschwerpunkte
Wechsel der Tätigkeiten
Karriere im Betrieb
besondere Tätigkeiten

Bereits hier können Bewertungen einfließen, indem der Arbeitgeber „Herzblut“ vergießt. Abwerten kann man die Leistungen schon hier, wenn man in der Aufzählung zu den Tätigkeiten eine Vorstandssekretärin erwähnt, dass sie z. B. Briefumschläge öffnete. Auch in der Summierung von unwesentlichem und dem Weglassen von entscheidenden Tätigkeiten ( englische Korrespondenz bei international tätigem Konzern ) kann abwertend sein.

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    Rechtsanwalt Michael Rössler

    Eingestellt am: 20.08.2013 [969]

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